Reichelsheimer Nachrichten

Meldung vom 06.05.2020

Störche nehmen weiter zu - gute Lebensbedingungen im Wetteraukreis

Wetteraukreis - Die Auengebiete des Wetteraukreises sind ein hervorragender Lebensraum für Großvögel wie Storch, Grau- und Silberreiher und verschiedene Gänse. Gerade der Storch ist ein Sinnbild für die verbesserten Umweltbedingungen. Vor 20 Jahren noch war ein einzelner Storch schon eine Meldung für die Zeitung. Die Auen waren trocken, die Lebensbedingungen ungünstig.

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Guckt da schon ein kleiner Storch raus? Ja! Im Storchennest auf dem Schornstein des Reichelsheimer Bauhofs gibt es Nachwuchs.

Durch die enge Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichem und hauptamtlichem Naturschutz und der Landwirtschaft ist es gelungen, hier wesentliche Verbesserungen zu schaffen. Die Auenlandschaft wird nicht mehr kontinuierlich entwässert, sondern große Flächen werden angestaut und schaffen so hervorragende Lebensbedingungen für viele Vögel.

Im vergangenen Jahr gab es 112 Storchenpaare, 198 Junge sind flügge geworden. In diesem Jahr liegt die Zahl der Storchenpaare bei über 120. 'Eine zehnprozentige Steigerung können wir schon seit Jahren registrieren', berichtet Ralf Eichelmann, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Wiesenvogelschutz innerhalb der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz im Wetteraukreis.

Wie viele Storchenpaare im Wetteraukreis tatsächlich brüten könnten, wird von verschiedenen Aspekten limitiert. Das Nahrungsangebot in der Agrarlandschaft ist inzwischen wieder groß und würde auch einer doppelt so großen Zahl wie aktuell genügen. Wesentlich ist derzeit aber das Angebot an Brutmöglichkeiten. Da der Weißstorch im Wetteraukreis nicht mehr bedroht ist, werden auch keine neuen Brutmasten mehr aufgestellt. Neue Paare sind somit auf natürliche Brutplätze ange-wiesen. Dazu brauchen die großen Tiere, die den Winter in Südeuropa oder in Afrika verbringen, alte Bäume mit lichten Kronen. Auch Nadelbäume in Hausgärten mit abgebrochenen Spitzen werden angenommen. Hier ist das Angebot freilich nicht so groß.


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Spätsommer in der Wetterau: Hier gibt's genug Futter, wenn ein Landwirt sein Feld grubbt - wie die Anzahl der Störche beweist.


Quelle: Pressedienst Wetteraukreis vom 06.05.2020
Bilder: Alexander Hitz



Meldung von www.alexanderhitz.de