Reichelsheimer Nachrichten

Meldung vom 21.12.2019

Schornstein brannte in Weckesheim

Ein Schornstein war am späten Nachmittag des 20. Dezember in der Dorn-Assenheimer Straße in Weckesheimer in Brand geraten. Aus dem Schornstein und dem Dachbereich des Einfamilienhauses drang dichter weißer Rauch. Durch die drückende Wetterlage waren die umliegenden Straßenzüge stark verqualmt.

Gegen 16:20 wurden zunächst die Feuerwehren aus Weckesheim und Dorn-Assenheim alarmiert, kurze Zeit später auch die Drehleiter aus Bad Nauheim und die Feuerwehr Reichelsheim. Eine erste Erkundung durch die Feuerwehr ergab eine starke Wärmeentwicklung im Schornstein. Mit zwei Wärmebildkameras wurde der Schornstein in den beiden Etagen während des Einsatzes überprüft. Der zwischenzeitlich eingetroffene Schornsteinfeger kehrte den Schornstein mit Hilfe des Schornsteinfegerwerkzeugs der Feuerwehr aus. Zwei Feuerwehrmänner mit Atemschutzgeräten schaufelten Ruß, Asche und Glut aus der Kaminsohle in Schuttmulden. Das Brandgut wurde im Freien abgelöscht. Am Gebäude entstand durch den Brand kein Sachschaden.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Reichelsheim, Dorn-Assenheim und Weckesheim. 25 Einsatzkräfte waren dabei rund zwei Stunden im Einsatz. Die Drehleiter aus Bad Nauheim wurde nicht mehr benötigt und konnte den Einsatz abbrechen. Die Einsatzleitung hatte Stadtbrandinspektor Nicklas Pipperek.

Information

Wie kommt es zu einem Schornsteinbrand?
Bei einem Schornsteinbrand gerät Ruß in Brand, welches sich aufgrund unvollständiger Verbrennung im Schornstein abgelagert hat. Solches Schmierruß, Glanzruß oder Hartruß bildet sich an den Schornsteinwänden, wenn beispielsweise nasses Holz oder ungeeignete (auch fetthaltige) Brennstoffe verheizt werden oder Brennstoffe unter Sauerstoffmangel verbrennen. Begünstigt werden solche Ablagerungen noch durch den falschen Schornsteinquerschnitt.

Gerät ein Schornstein in Brand, ist dies durch starke Rauchentwicklung und/oder Flammenschein auf der Schornsteinöffnung erkennbar. Der Schornstein bzw. dessen Wände können sich dabei so stark erhitzen, dass Tapeten oder angrenzende Möbel in Brand geraten. Gefahren bestehen auch durch Rauchgase, wenn diese in Wohnbereiche eindringen. Eine Rauchgasvergiftung wäre die Folge.

Schornsteinbrände werden in aller Regel nicht gelöscht. Der Schornstein wird durch den Schornsteinfeger und die Feuerwehr ausgekehrt oder kontrolliert ausgebrannt. Der Brand in einem Schornstein darf nie mit Wasser gelöscht werden! Wasser verdampft aufgrund der hohen Temperaturen schlagartig und kann den Schornstein schwer beschädigen und schlimmstenfalls zur Ausbreitung des Brandes auf das Gebäude führen. Verständigen Sie bei einem Schornsteinbrand immer die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112! Bei einem Kaminbrand wird ein Schornsteinfeger in der Regel von der Feuerwehr mitalarmiert. Lassen Sie ihren Schornstein und die Heizanlagen regelmäßig von einem Schornsteinfeger warten und prüfen.

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Fortgeschrittender Brand in einem Schornstein. Starke Rauchentwicklung, Flammen und Funkenflug werden sichtbar.
(Symbolbild)


Quelle: AlexanderHitz.de vom 21.12.2019



Meldung von www.alexanderhitz.de