Reichelsheimer Nachrichten

Meldung vom 15.03.2019

Mängel an Feuerwehrhäusern und Verwirrung über Zukunftsworkshop

Bei der Jahreshauptversammlung der Reichelsheimer Feuerwehren berichtete Bürgermeister Bertin Bischofsberger über den Stand des Zukunftsworkshops an dem sich die Feuerwehren beteiligt hatten und dem damit verbundenen Plan eines gemeinsames Feuerwehrhauses. Er löste damit bei einigen Feuerwehrangehörigen Stirnrunzeln aus, denn im Dezember war über Magistrat und die Wetterauer Zeitung bekannt geworden, dass der Zukunftsworkshop beendet sei und die dezentralen Standorte der Reichelsheimer Feuerwehren beibehalten werden.

Vorgeschichte
An den sechs Reichelsheimer Feuerwehrhäusern hatte der Technische Prüfdienst in der Vergangenheit immer wieder Mängel aufgezeigt. Im Falle des Heuchelheimer Feuerwehrhauses war sogar ein Neubau geplant und bereits bewilligt. Zugunsten eines Zukunftsworkshops - mit dem Ziel, eine mögliche Zusammenlegung aller Stadtteilfeuerwehren oder in Teilen zu prüfen - hatte die Feuerwehr Heuchelheim 2015 auf den Neubau verzichtet.
In zwei moderierten Workshops hatten die Feuerwehren zusammen mit den Fördervereinen und der Stadt Reichelsheim in 2015 und 2016 verschiedene Möglichkeiten vom Feuerwehrstützpunkt und der Zusammenlegung aller Stadtteilwehren, bis hin zur Zusammenlegung lediglich einzelner Stadtteilfeuerwehren beleuchtet und bewertet. Als nächster Schritt sollte durch die Stadtverwaltung ein Stufenkonzept und ein Kostenplan für die jeweiligen Möglichkeiten erstellt werden. Danach war das Projekt ins Stocken geraten.

Kostenermittlung verzögert sich
Die Arbeiten daran hätten wegen anderen Dingen bislang zurückgestellt werden müssen, erklärte Bischofsberger nun in der Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilungen. 'Da kommt ganz schön was auf uns zu', sagte Bischofsberger zu den Plänen eines gemeinsamen Stützpunktes. Es müsse geklärt werden, was mit den Liegenschaften der bisherigen Feuerwehrhäuser passiert, falls es zu einem gemeinsamen Neubau kommen sollte. Ein Problem seien vor allem laufende Förderungen, wie beispielsweise für das 2005 eingeweihte Weckesheimer Feuerwehrhaus. Hier bestehe die Gefahr, dass diese Zuschüsse zurückgezahlt werden müssten. Obwohl es deswegen zwischenzeitlich zum Stillstand gekommen sei, werde intern auf der Stadtverwaltung weiter an der Ermittlung der Umsetzungsmöglichkeiten gearbeitet. Bischofsberger gab zum gemeinsamen Stützpunkt zu bedenken, dass '...es Feuerwehren gibt, die nicht so positiv eingestellt sind. Wir werden das umsetzen, wenn alle dafür sind'. Er plädierte dafür, nicht gleich einen großen Umbruch zu wagen und warnte davor, dass Mitglieder austreten würden, wenn ein neuer Stützpunkt gebaut werde.

Mängel werden beseitigt
Zunächst würde nun die Mängelliste an den bestehenden Feuerwehrhäusern abgearbeitet. In Heuchelheim seien bereits neue Rolltore montiert worden, vor dem Beienheimer Feuerwehrhaus wurde neu gepflastert. Im Feuerwehrhaus Dorn-Assenheim müsse die Elektrik erneuert werden und in Blofeld geht es sogar um einen Anbau an das Gerätehaus. Bezüglich der Baumaßnahmen werde Bischofsberger Gespräche mit den jeweils betroffenen Feuerwehren führen.


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Es geht nicht nur um abgebrochene Fliesen: Die Mängelliste an den Reichelsheimer Feuerwehrhäusern ist groß. Teils umfangreiche und kostenintensive Baumaßnahmen sind erforderlich.

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Das Heuchelheimer Feuerwehrhaus hat dieser Tage neue Rolltore bekommen, welche alte und schwere Metallschwenktore ersetzen.


Quelle: AlexanderHitz.de vom 15.03.2019



Meldung von www.alexanderhitz.de