Reichelsheim in der Wetterau
 Reichelsheim in der Wetterau 

Die Stadtmauer

Reichelsheim erhielt im Jahre 1665 vom Grafen Friedrich von Nassau-Weilburg im sog. "Freiheitsbrief" die Stadtrechte, war aber bereits seit dem 15. Jahrhundert ähnlich einer Stadt durch eine Mauer mit Graben, Wehrtürmen und Torbauten gesichert um die Reichelsheimer Bürger vor äußeren Angriffen zu schützen. Von Ursprünglich sieben Wehrtürmen sind drei erhalten geblieben. Im Zusammenhang mit der Stadtverteidigung ist auch der Kirchturm der ev. Kirche aufgrund der Bauweise als Wehrturm anzusehen.

Friedhofsturm und Stadttor

Dieser Rundtturm mit angrenzendem Spitzbogentor befindet sich im Kreuzungsbereich Kirchgasse/Obere Haingasse und bildet heute den Eingang zum Friedhof. Der Friedhofsturm trug bis Anfang der 1960er Jahre ein belegtes Storchennest, weshalb er manchmal auch noch der "Storchenturm" genannt wird.

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Hexenturm

Ein weiterer Teil der ehemaligen Ortsbefestigung ist ein runder Wehrturm im Nordosten von Reichelsheim mit einem anschließenden Mauerabschnitt in der Turmgasse. Dieser Turm hatte ürsprünglich einen "Turmhelm", der erst im späten 19. Jahrhundert aufgebracht worden war und 1954 wieder abgerissen wurde.

Der Name "Hexenturm" bezieht sich auf die Zeit der Hexenprozesse, die im 17. Jahrhundert auch in Reichelsheim stattfanden und hier mindestens 58 Opfer forderten. In diesem Turm sollen nach Überlieferung die wegen Hexerei und Zauberei Angeklagten während der Prozessdauer festgehalten worden sein.

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Wachturm und Stadtmauer

Einweiterer Rundturm steht im Südosten von Reichelsheim. Wenn man nicht darauf achtet übersieht man den Turm auf dem Grundstück Familie Marloff in der Neugasse 15. Von Scheunen umbaut ist der Wehrturm am besten von der Roßgasse aus zu sehen. Geht man hier entlang, so fällt auf, daß hier viele Scheuern auf Überresten der alten Stadtmauer aufgebaut sind, die hier eine Dicke von bis 1,5 bis 2 Meter gehabt haben muss.

Der Kirchturm

Aufgrund seiner Bauweise ist der Kirchturm, der um 1500 herum westlich vor das Kirchenschiff gesetzt wurde als Wehrturm anzusehen. Steigt man die vielen Treppen und Leitern im Kirchturm nach oben, so kann man in einer Höhe von ca. 22 Metern den Rundgang um die achteckige Spitzhaube des Turmes begehen und hat von hier aus eine herrliche Aussicht über Reichelsheim und die umliegenden Felder.


 Reichelsheim im Internet: www.AlexanderHitz.de