 |
|
| Reichelsheim in der Wetterau |
|
AlexanderHitz.de on tour
Eisenbahnmuseum Kranichstein
Seit über 30 Jahren existiert im ehemaligen Bahnbetriebswerk Darmstadt-Kranichstein das gleichnamige Eisenbahnmuseum, das von einem Kreis Enthusiasten ehrenamtlich betrieben und weiter ausbaut wird. Inzwischen zählen über 40 Triebfahrzeuge und mehr als 150 Wagen zum Bestand des Museums, hinzu kommt eine Vielzahl von interessanten Sammlungen aus dem Eisenbahnwesen.
Das Museum ist fast jeden Sonntag geöffnet, an denen auch Führungen angeboten werden. Interessant sind die regelmässig stattfindenden "Dampftage", an denen eine der vorhandenen Dampfloks unter Dampf steht und Mitfahrten im Führerstand angeboten werden.
Bei den Führungen wird den Besuchern die Funktionsweise der Dampflok an einem aufgeschnittenen Kessel sehr gut verdeutlicht. Im weiteren Verlauf der Führung wird der Verein, die Exponate, sowie die aktuellen Arbeiten an den historischen Fahrzeugen vorgestellt und erläutert. Viele Fachbegriffe aus der Eisenbahnwelt lernen die Besucher kennen, die auch gerne hinterfragt werden können. Die jeweiligen Führer geben hier gerne Auskunft.
Besonders sehenswert sind die "Kranichsteiner Eisenbahntage", bei denen alle betriebsbereiten Lokomotiven unter Dampf stehen, historische Pendelzüge zu den Bahnhöfen Darmstadt, Dieburg oder Groß Gerau fahren und auch Gastlokomotiven anderer Vereine zu Gast sind.
Mehr dazu unter: http://www.museumsbahn.de

Blick über die Drehscheibe in Kranichstein zu einigen Exponaten. Links neben dem Kran schließt sich der Lokschuppen an.

Unter Dampf stand die Lok 97 210 und bot Gelegenheim zur Mitfahrt.
UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel
Die Grube Messel liegt von Kranichsstein nur ca. 10km entfernt. Ursprünglich ist die Grube Messel vulkanischen Ursprunges und durch sog. Maarvulkanismus entstanden. Nach der Entstehung des Maarkraters füllte sich der Kratersee mit Wasser und in den See rutschten Schuttmassen, die vom Kraterwall und den instabilen, steilen Hängen stammten. Die feinsten Partikel, die Schwebfracht, setzte sich am Boden des Sees zu einem sogenannten Faulschlamm ab. Durch eine schnelle Überdeckung mit Algenmaterial wurden schließlich auch gestorbene Lebewesen aus dieser Zeit im Faulschlamm "gesichert". Im Zuge der Auflast wurde er entwässert und verfestigt, so daß er zum heutigen Ölschiefer wurde. Die Fachbezeichnung für dieses Material ist übrigens "Schwarzpelit".
Bis zum Dezember 1971 wurde hier industriell Ölschiefer abgebaut. Daraus wurde Schieferöl gewonnen und aus der durch den Vorgang entstandenen Schlacke Porenbeton-Steine hergestellt ("Ytong-Steine").
Zunächst war geplant aus der Grube Messel eine Mülldeponie zu machen. Diese Pläne wurden aber nach größeren Protesten verworfen. Seitdem werden größtenteils von Studenten in der Grube wissenschaftliche Grabungen durchgeführt.
Samstags und Sonntags kann man eine spannende Einführung in die Zeit-Dimension von 47 Millionen Jahren und in die Grube Messel erleben. Geeignet sind diese Führungen für kleinere Gruppen und Einzelpersonen. Sie dauern ca. 1 Stunde und beginnen jeweils um 15.00 Uhr. Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich. Nach einer geschichtlichen Abriss geht es zu Fuß in die Grube selbst zu den Grabungsstätten.
Die Grube Messel ist eine Stätte, in der Versteinerungen (Fossilien) in hoher Zahl und einzigartiger Erhaltung überliefert worden sind. Speziell die Grube Messel enthält Versteinerungen aus dem Beginn der sogenannten Erdneuzeit. Dies ist besonders interessant, weil sich damals die Säugetiere explosiv entwickelten.
Mehr dazu unter: http://www.grube-messel.de

Besuchergruppe in der Grube Messel an einer Grabungsstelle.

Blick auf eine der tiefer liegenden Grabungsstellen.

Panoramablick in die Grube Messel von der Aussichtsplattform aus (Bild Anklicken zum Vergrößern).
|
On Tour
|
| Reichelsheim im Internet: www.AlexanderHitz.de |
|  |