Reichelsheim in der Wetterau
 Reichelsheim in der Wetterau 

AlexanderHitz.de on tour

Rheinisches Braunkohle-Revier

rwe.jpg Im Städtedreieck zwischen Köln, Aachen und Mönchengladbach liegt das rheinische Braunkohlerevier. In den Tagebauen Inden, Garzweiler und Hambach fördert der Betreiber RWE Power ca. 100 Millionen Tonnen Braunkohle pro Jahr mit riesigen Schaufelradbaggern aus Tiefen von bis zu 450m. Mehrmals im Jahr bietet RWE kostenlose Besichtigungsfahrten in den Tagebau Garzweiler an. Die Fahrten starten meist von 10-16 Uhr an der Tennishalle in Bedburg-Kaster. Eine Anmeldung dazu ist nicht erforderlich. Mit einem geländegängigen LKW mit Bus-Aufbau geht es durch die Tagesanlagen zum Bandsammelpunkt, an dem alle Transportbänder der beiden Tagebauabschnitte zusammenlaufen. Von einem RWE-Mitarbeiters wird der Tagebaubetrieb während der Fahrt erklärt und wichtige Eckdaten genannt. Höhepunkt der Tour ist Schaufelradbagger 288, der mit einer Länge von 240m, einer Höhe von 96m, einem Gewicht von 13.000 Tonnen und einem Schaufelraddurchmesser von fast 22m täglich 240.000 Kubikmeter Abraum bewegen kann und damit als größter Bagger der Welt gilt. Trotz seines Gewichtes erzeugt der Bagger mit seinen 12 Raupenfahrwerken mit je 3,7m Breite nur den Bodendruck der dem eines Menschen gleich kommt. Vom Bagger aus kann man auch die Arbeit der auf der gegenüber liegenden Kippe stehenden Absetzer beobachten. Dort wird der vom Bagger gewonnene Abraum wieder verfüllt. Nächste und letzte Station der Tour ist die Kohlemischhalde auf der Ostseite des Tagebaues. hier werden die unterschiedlichen Kohlequalitäten gemischt, über ein Haldenrückgewinnungsgerät wieder aufgenommen und per Zug in die umliegenden Kraftwerke gebracht.

Im Anschluss an die Tagebaubesichtigung bietet sich das historische Schloss Paffendorf in Bergheim an. Im Herrenhaus zeigt RWE Power eine Ausstellung über die Gewinnung und Nutzung der rheinischen Braunkohle; auch der Schlosspark, sein Forstlehrgarten und die Ausstellungen in der "Galerie Schloss Paffendorf" ziehen jedes Jahr Tausende von Besuchern an. Ein Bistro rundet das Angebot mit Speisen und Getränken ab. Im Sommer lädt ein Biergarten im romantischen Innenhof des Schlosses zu kalten Erfrischungen, zum Essen à la carte, aber auch zu Kaffee und Kuchen ein. Auf diese Weise wird der Besuch auf Schloss Paffendorf nicht nur informativ, sondern auch ein Erlebnis für die Sinne – und auf jeden Fall für die ganze Familie.

Nächstes Ziel des Ausfluges ist der Aussichtspunkt des Tagebaues Hambach in der Nähe von Elsdorf. Im September 1978 wurde der Tagebau Hambach in der Nähe der gleichnamigen Ortschaft begonnen. Sechs Jahre später lieferte er aus 160 Metern Tiefe die erste Braunkohle; zunächst mussten die darüber liegenden 700 Millionen Kubikmeter Sand, Ton und Kies - der sogenannte Abraum - bewegt werden. Inzwischen liefert der Betrieb jährlich rund 40 Millionen Tonnen Braunkohle. Im Tagebau Hambach arbeiten mehrere Schaufelradbagger und Absetzer mit Tagesleistungen von bis zu 240.000 Kubikmeter Abraum oder ebenso viele Tonnen Kohle. Fast 100 Kilometer Bandanlagen verbinden die Bagger mit den Verkippungsbereichen und mit dem Kohlebunker.

Von 1978 bis 1990 wurden 1,1 Milliarden Kubikmeter Abraum zum Aufschütten der Sophienhöhe verwendet. Dieses künstliche, bewaldete Mittelgebirge überragt die ebene Bördenlandschaft um 200 Meter. Über zehn Millionen Bäume wachsen mittlerweile auf der Sophienhöhe und auf der angrenzenden Innenkippe heran. Bei der Auswahl der Gehölze legten die Förster großen Wert auf Vielfalt: Sie pflanzten vorwiegend Eichen und Buchen, aber auch viele andere Baum- und Straucharten aus der typischen Vegetation des Rheinlands. Ohne Zutun des Menschen haben viele Wildpflanzen und Waldtiere den Berg als Lebensraum ausgesucht. Die Vielfalt dieser Rekultivierungslandschaft wurde durch ein über 70 Kilometer langes Wanderwegnetz erschlossen und hat sich zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt.

Weitere Infos: http://www.rwepower.com


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Mit einem solchen "Bus" fahren die Besucher in den Tagebau Garzweiler ein.

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Höhepunkt der Rundfahrt ist Schaufelradbagger 288, der größte Bagger der Welt.

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Mit seinem riesigen Schaufelrad ist er hier gerade bei der Kohlegewinnung.

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Am Bandsammelpunkt laufen alle Transportbänder zusammen und können von hier zu den Absetzern oder zur Kohlemischhalde geschaltet werden.

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Auf der Kohlemischhalde werden die verschiedenen Kohlequalitäten gemischt, vom Rückgewinnungsgerät wieder aufgenommen und mit Zügen zu den Kraftwerken transportiert.

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Das RWE-Informationszentrum findet man im Herrenhaus auf Schloss Paffendorf.

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Ein Stahlriese wechselt seinen Arbeitsplatz: Absetzer 755 auf seiner Reise vom Tagebau Bergheim nach Garzweiler bei der Ortschaft Glesch im Mai 2004.

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Gigantische Ausmaße, die einem den Atem stocken lassen: Wie Spielzeuge erscheinen die Bagger und Absetzer beim Blick in den Tagebau Hambach.

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Bagger 289 bei der Abraumförderung auf der obersten Sohle des Tagebaues Hambach.

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Gespenstisches Bild: Blick durch die größtenteils schon abgerissene Ortschaft Etzweiler auf die Pylone von Bagger 289, der den Ort bald erreicht haben wird.


 Reichelsheim im Internet: www.AlexanderHitz.de