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Zitadelle Bitché
Im äußersten nordöstlichen Zipfel des Departement Moselle, an der Pforte zum regionalen Naturpark der Nordvogesen gelegen, bezaubert Bitché den Besucher mit seinem malerischen Aussehen. In einem Kessel eingebettet, rundum von Wald umgeben und beherrscht von einem beeindruckenden Felsen, der von den majestätischen Befestigungsmauern der Zitadelle gekrönt wird, kauert sich die Stadt an das imposante Glacis, das Mitte des XVIII. jahrhunderts angelegt wurde. Die heutige Stadt tritt weitgehend über die Grenzen des Befestigungsgürtels hinaus, von dem heute nur noch die "Porte de Strasbourg" erhalten ist.
Die größte Attraktion von Bitche, ist die stolze Festung, die von 1681 bis 1683 von Vauban errichtet wurde. Sie wurde einige Jahre später zerstört und von 1740 bis 1754 wiedererbaut um schließlich eine uneinnehmbare Festung zu werden, die von ihren Zeitgenossen bewundert wurde. Als Meisterwerk der französischen Militärkunst wird Sie dieses Bauwerk aufgrund seiner perfekt ausgeklügelter Aufteilung begeistern. Das Zentral plateau, das von 4 Bastionen flankiert wird, im Südwesten von einem Halbmond (Der kleine Kopf) und im Nordosten von einem vorspringenden Bollwerk (Der große Kopf) geschützt wird, bildet den Hauptteil dieses Ensembles, das Angriffe und Belagerungen siegreich überstanden hat. Die unterirdischen Anlagen geben ein genaues Bild von der Bedeutung der Befestigung ab. Hier entdeckt man nacheinander die weiträumigen Schutzkeller der Kasematten, einen der schönsten Brunnen Europas, einen Stall, das Lazarett, die Küche und die Bäckerei, alles bombensicher in den Fels gehauen. Die seit Ende der 70er Jahre unter Denkmalschutz stehende Zitadelle von Bitche, die neu gestaltet wurde, wacht nun in einer neuen Aufmachung auf und bietet dem Besucher einen echten Abenteuerfilm.
Das große Abenteuer beginnt unter dem Tunnel im Haupteingang der Festung. Ein Infrarotkopfhörer, der an der Kasse überreicht wird, sendet einen Kommentar in französischer, deutscher oder englischer Sprache, wobei ein Geräusch- und Musikhintergrund den Besucher auf Entdeckungreise in die Zitadelle führt. In einer weitläufigen historischen Freske, die von audiovisuellen Vorführungen und echten Geruchskompositionen aufgelockert wird, läuft die Zeit von 1870 bis zum 2. Weltkrieg ab. Um die Besichtigung der Festung zur ergänzen, wurden zwei Museen in Räumen eingerichtet die von den Bombardierungen und Zerstörungen verschont blieben. Das erste Museum ist in der ehemaligen Kapelle der Zitadelle untergebracht. Dank bedeutender Sammlungen (Werkzeuge aus dem Neolithikum, Münzen aus dem Mittelalter, Grenzsteine, usw.) und einer reichhaltigen ikonographischen Sammlung legt es über die Vergangenheit des Bitcherlands Zeugnis ab. Das Meisterwerk wird jedoch von dem Reliefplan gebildet, der 1794 angefertigt wurde. Er gibt ein getreues Bild von der Stadt und ihrer Festung am Ende des XVIII. Jahrhunderts ab und beleuchtet die strategische Bedeutung der Bitcher Festung, die sich besonders im Laufe des Krieges von 1870-71 hervortat.
Weitere Infos: http://www.ville-bitche.com
Blick auf die Zitadelle und das drumherum gebaute Städtchen Bitché

Unterirdischer Gang in der Zitadelle
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In der Wäscherei der Zitadelle |
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