Reichelsheim in der Wetterau
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Gedenkstätte Bergen-Belsen

Alljährlich finden in Deutschland am Volkstrauertag Trauerfeiern auf den Friedhöfen statt. Man gedenkt den Opfern der beiden Weltkriege. Jedes Jahr frage ich mich wieder, ob das noch zeitgemäß ist und wir junge Menschen uns überhaupt damit noch belasten müssen. Wir können ja eigentlich nichts dafür. Aber nach einem Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen bin ich überzeugt davon, daß das, was damals geschehen ist, nicht vergessen werden darf - auch von uns "Jungen" nicht. Wir haben als "Enkel-Generation" keine persönliche Schuld. Aber wir haben die Verpflichtung dafür zu sorgen, dass so etwas nie wieder passiert. Das ist unser Erbe - nicht die Schuld, nicht die Scham.

bergenbelsen_tn.jpg "Das schmutzigste aller KZs"
Bergen-Belsen entstand als "Aufenthaltslager" für Juden, die SS-Reichsführer Himmler gegen internierte Deutsche eintauschen wollte. Waren die Bedingungen anfangs noch vergleichsweise gut, wendete sich ab 1944 das Blatt. Als in den letzten Kriegsmonaten Hunderte Evakuierungstransporte aus frontnahen KZs eintrafen, verwahrloste das Lager. Am Tag der Befreiung durch die Briten hausten 60.000 Häftlinge in überfüllten Baracken, 35.000 Menschen waren an Hunger und Seuchen gestorben. Unmittelbar nach der Befreiung des Konzentrationslagers am 15. April 1945 nahm die britische Armee das SS-Personal fest und begann mit der Untersuchung der in Bergen-Belsen verübten Verbrechen. Die Briten ließen die Verantwortlichen der SS die Leichen in Massengräbern beerdigen. Die Oberhäupter des benachbarten Städte und Gemeinden wurden zum KZ beordert und mussten sich ansehen, was hier vor sich ging. Die Überlebenden des Konzentrationslagers Bergen-Belsen wurden in die nahegelegene ehemalige Wehrmachtskaserne gebracht und dort medizinisch versorgt.

Nachdem bereits 1946/47 auf dem ehemaligen KZ-Geländer eine Gedenkstätte errichtet worden war, folgte 1966 de Eröffnung des Dokumentenhauses mit einer Ausstellung zur Geschichte des KZ Bergen-Belsen. Zwei Jahre später wurde der Friedhof neu gestaltet und ein deutscher Gedenkstein errichtet. Im Jahr 2000 wurde das Haus der Stille und 2007 das Dokumentationszentrum als moderner Betonbau eröffnet.
Hier wird anschaulich die Geschichte des KZ Bergen-Belsen, die Hintergründe dazu, Ausgrabungen und Insassen, sowie die Führung des KZs in Wort und Bild dargestellt. Historische Filmdokumente der Briten zeigen den entsetzlichen Zustand des Lagers nach der Befreiung. Historische Dokumente und Bilder sind Zeitzeugen.

Auf dem Freigelände findet man auch den Grabstein von Margot und Anne Frank, die hier an Typhus starben. Das Tagebuch der Anne Frank gilt heute als einzigartiges menschliches Dokument aus der Zeit des Holocaust und die Autorin als Symbolfigur aller unschuldig Verfolgten.

Mehr Informationen:
- http://www.bergenbelsen.de
- http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Bergen-Belsen

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Jüdisches Mahnmal auf dem Freigelände der Gedenkstätte.

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Grabstein von Margot und Anne Frank.

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Obelisk und Innschriftenmauer.

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Blick ins moderne Dokumentationszentrum.


Quellen:
- NDR
- Wikipedia - BergenBelsen.de



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