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| Reichelsheim in der Wetterau |
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Pfarrerin Amélie Sinapius stellt sich vor
Liebe Leserin, lieber Leser,
vielleicht haben Sie es schon gesehen oder gehört: Es brennt wieder Licht in der Pfarrwohnung!
Und nun haben Sie auch schon ein Bild von eben der Person gesehen, die dafür verantwortlich ist. Mein Name ist Amélie Sinapius und ich freue mich darauf, ab 1. Januar 2011 das Pfarramt in Reichelsheim und Heuchelheim zu übernehmen.
Geboren wurde ich in Berlin (West); aufgewachsen bin ich in Hanau-Steinheim - gar nicht weit von Reichelsheim also. Mit dem Umzug hierher bin ich so nah an die Heimat zurückgekehrt wie schon sein vielen Jahren nicht mehr: Direkt nach dem Abitur ging ich für ein Jahr nach England, um mit körperlich behinderten Jugendlichen zu arbeiten. Danach nahm ich mein Studium in Jena auf. Neben den vielen Dingen, die ich im Studienalltag lernte, erlebte ich auch eine Frömmigkeit, die durch 40 Jahre Sozialismus und öffentlicher Glaubensfeindlichkeit geprägt war. Nach zwei Jahren an einer kleinen, ‚gemütlichen' Fakultät, wollte ich dann eine große Fakultät erleben und ging nach Münster / Westfalen. Neben dem reichhaltigen evangelischen Angebot, konnte ich hier auch an der katholischen Fakultät studieren. Die evangelisch-katholische Ökumene kenne ich damit aus praktischer und wissenschaftlicher Perspektive.
So gerne ich studiert habe … irgendwann sollte man Examen machen! Danach stand das Vikariat auf dem Plan und damit die Erkundung einer neuen Region. Die EKHN schickte mich nach Montabaur im Westerwald. Hier sammelte ich meine ersten Erfahrungen in einer Gemeinde, die gleichermaßen durch die ländliche Umgebung wie auch durch die Nähe zur Großstadt geprägt war. Nach meinem Gemeindevikariat arbeitete ich ein Jahr am Theologischen Seminar unserer Landeskirche und war an der Ausbildung von VikarInnen beteiligt. Im Anschluss daran betreute ich für ein halbes Jahr Menschen mit psychischen Erkrankungen im Auftrag des Diakonischen Werks in Limburg. In dieser Zeit eröffnete sich für mich die Möglichkeit nach London zu gehen und in drei deutschsprachigen evangelischen Gemeinen (London-Knightsbridge, Richmond und Oxford) zu arbeiten. Hier war ich in den letzten dreieinhalb Jahren im Team mit zwei Kollegen tätig und hatte meinen Aufgabenschwerpunkt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien. Dazu kamen natürlich ‚normalen' pastoralen Dienste wie Sonntagsgottesdienste, Kirchenvorstandssitzungen, Kasualien, Besuche usw.
In London habe ich auch meinen Mann Hagen Sinapius kennengelernt. Wir haben im Juni dieses Jahres geheiratet und genießen nun unser Leben in der Wetterau.
Gemeinsam sind wir auf Sie als Gemeinde und auf unser neues Lebensumfeld gespannt. Privat freuen uns auf ausgedehnte Spaziergänge mit unserem Hund ‚Urmel' und hoffen, dass wir wieder regelmäßig unserer Leidenschaft für das Reiten nachgehen können - dafür gab es in London natürlich kaum Möglichkeit.
So, nun haben Sie einen deutlichen Vorsprung vor mir in Sachen ‚gegenseitiges Kennen'. Das kann so nicht bleiben!
Ich hoffe sehr, dass ich diesen Vorsprung bald aufholen kann, indem wir uns persönlich treffen, unterhalten, miteinander lachen, Spaß haben, diskutieren, Gottesdienst feiern...
Ich freue mich darauf und grüße Sie bis dahin herzlich!
Quelle: Kirchenblättchen der ev. Kirchengemeinde Reichelsheim
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Laurentius Kirche
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