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| Reichelsheim in der Wetterau |
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Reichelsheimer Geschichten
Geschichten aus Reichelsheim:
Das Unwetter vom 30.Mai 2008
Am 30.Mai wurde Reichelsheim und die umliegenden Ortschaften von einem Gewittersturm heimgesucht, wie ihn die meisten Reichelsheimer zuvor noch nie erlebt hatten. Nach einem starken Gewitterregen waren die Feuerwehren bereits im Einsatz, als ein erneutes Gewitter über Reichelsheim hinwegzog. Was mit diesem Gewitter kam, konnte man der schwarzen Wolke bereits ansehen, die von Südosten herangezogen kam. Es muss eine Art Gewitterfallböe ("Downburst") gewesen sein, was sich da in der Wetterau entladen hat. Dutzende umgestürzter Bäume und ungeheure Wassermassen waren das Resultat. Am Ortenbergsgraben zwischen Heuchelheim und Weckesheim stand fast keine der Pappeln mehr, nicht viel besser sah das Heuchelheimer Wäldchen aus. Dächer wurden abgedeckt und fast jeder Keller stand unter Wasser. Besonders schlimm getroffen hatte es das Neubaugebiet im Bereich Goethestraße. Auch die Bahnlinie war durch zahlreiche umgestürzte Bäume blockiert. Zwei Tage brauchten die Feuerwehren um einen Großteil der Schäden zu beseitigen. Die beiden Reichelsheimer Gala-Bau Unternehmen und der Bauhof hatten noch wochenlang Arbeit mit den Schäden in der Natur.
Die Stadt Reichelsheim dankte in einer Stadtverordnetenversammlung den Reichelsheimer Feuerwehren öffentlich für Ihren Einsatz nach diesem Unwetter.
Video dazu bei YouTube
Der Mann mit der Sense
...ist schon eine kleine Geschichte wert. Viele Jahre lang befand sich dieses Bild auf der Nordseite des Gebäudes der heutigen Sparkasse. Beim Umbau des Gebäudes zur Sparkasse sollte der Sensemann durch einen Anbau verschwinden. Ein Reichelsheimer Bürger wollte dies nicht zulassen und hatte Mitleid mit dem Sensemann. Er sollte ein neues Zuhause auf einer Wand in der Neugasse 11 bekommen. Aber wie bringt man den Sensemann von einer Wand auf die Andere? So wurde zunächst versucht, den Sensemann zu fotografieren und per Diaprojektor auf die Wand zu übertragen. Von dieser Aktion bekam Wolfgang Meub, ein pensionierter Maler, Wind und zkizzierte kurzerhand den Sensemann ab. Anhand seiner Skizze malte er den Sensemann in original Größe auf den neuen Platz in der Neugasse 11. Eine wahre Leistung !
Der Maibaum
Im Jahre 1994 wurde vom damals neu gegründeten Gewerbering Reichelsheim e.V. erstmals wieder ein Maibaum auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Reichelsheim gestellt, damals verbunden mit einem Marktplatzfest. Begleitet wurde das Aufstellen des Maibaumes, der Schilder von Reichelsheimer Gewerbebetrieben trug, von einem Sternmarsch mehrere Musikkapellen.
Da es sich hierbei nach Ansicht einiger Reichelsheimer aber nicht um einen Maibaum, sondern eher um einen "Mai-Mast" handelte, hatten die Feuerwehr eine Idee: Sie monierten kurzerhand ein Storchennest auf dem Maibaum und setzten einen Plastikstorch darauf (Bild rechts). Dieser Anblick erstaunte am nächsten Tag natürlich so manchen Reichelsheimer Bürger und sorgte noch lange für Gelächter...
Als das Christkind nach Reichelsheim kam
Es trug sich zu im Jahre 1999. "20 Jahre Christkindlmarkt in Reichelsheim" gab es zu feiern. Das Rathaus war dazu zu einem riesigen Adventskalender umgebaut worden. Fast jedes Fenster wurde mit einem "Türchen" und einer Nummer (1-24) versehen. Ab dem 1. Dezember wurde jeden Abend ein Türchen geöffnet. Hinter dem Türchen versteckten sich verschiedene Preise, welche von ortsansässigen Firmen gespendet und anschliessend verlost wurden.
Am 23.Dezember sollten nun die letzten zwei Türchen (23+24) geöffnet werden. Während das 23. Türchen (wie allen anderen vorher auch) noch von Hans-Richard Hitz geöffnet wurde, schwebte das Christkind ganz plötzlich zu den Klängen "Vom Himmel hoch da komm ich her" übers Rathaus, landete vor dem 24. Türchen und öffnete es...
Spaß beiseite. Es waren die Gebrüder Hitz, die sich dieses "Highlight" einfallen lassen hatten.
Hierzu hatten sich Hans-Richard Hitz als Christkind verkleidet. Mit einem Auffanggurt gesichert wurde er an einem, von einem Gewerbebetrieb kostenlos zur Verfügung gestellten Kran angeleint. Der Kran konnte aufgrund des großen Kranauslegers geschickt in einem benachbarten Hof versteckt werden. Zu "Von Himmel hoch da komm´ ich her", gespielt vom Musikverein Reichelsheim, ließ ihn dann der Kranführer langsam übers Rathaus in Richtung 24. Türchen schweben.
Vorm Rathaus und vor den Augen vieler staunender Kinder angekommen, öffnete das Christkind das 24. Türchen, Nebelschwaden stiegen auf und die Hauptpreise der Verlosung wurden langsam sichtbar.
In Reichelsheim gibt es seither einige Kinder und auch Erwachsene, die Christkind wirklich schon einmal gesehen haben...
Der Schäfer
Im Spätherbst konnte man ihn in den Reichelsheimer Feldern und Wiesen sehen: Werner Ströbel mit seiner Schafherde und den altdeutschen Schäferhunden. "Hier kennt man mich besser als zu Hause", meint er selbst. Mehr als 50 Jahre zog die Herde aus Mainhausen- Zellhausen zum Grasen im Herbst auf die Wiesen rund um Reichelsheim. Vielen Reichelsheimern ist Werner Ströbel bekannt und viele besuchten ihn in den Wiesen während seines fast acht wöchigen Aufenthaltes. 2005 kam Werner das letzte Mal in die Wetterau.
Traditionelle Neugässer Kerb
Über 13 Jahre lang feierten die Neugässer "ihre" Neugässer Kerb. Angefangen hat alles mit einem gewonnenen Faß Bier, das die Gewinner irgendwann mal Sonntags vor dem Haus Nr.11 tranken. Der Idee folgend, das im nächsten Jahr wieder zu tun, wurde in Höhe der Hausnummern 9/10/11/12 seit dem am ersten Sonntag im August ein Straßenfest gehalten. Veranstalter waren die Familien Köhler/Petek, Hitz, Meiß, Eckhold und Marloff. Und da gabs nicht nur zu Essen und zu Trinken... nein, jedes Jahr haben sich die Neugässer etwas anderes einfallen lassen. Da waren beispielsweise die Gaudiwettkämpfe: der eigens für die Kerb gebaute "Hau den Lukas", Traktor-Tauziehen, Rundballen-Rollen uvm. Da wurde die Straße in einen Strand verwandelt und ein Springbrunnen aufgebaut...die Neugässer hatten immer neue Ideen. Die Getränke waren immer kostenfrei, dafür stand aber ein Spendenpott bereit. Die Würste und Steaks wurden zu Minimalpreisen verkauft. Und die Veranstaltung trug sich. Erst als die Neugässer Kerb immer mehr Gefallen im Ort fand und immer mehr "Nicht-Neugässer" kamen, war die Veranstaltung finanziell nicht mehr tragbar...
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Reichelsheim
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| Reichelsheim im Internet: www.AlexanderHitz.de |
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