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| Reichelsheim in der Wetterau |
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Flugplatz Reichelsheim (EDFB)
Bekannt ist Reichelsheim ebenfalls durch seinen Flugplatz, der in der Horloffaue zwischen Reichelsheim und Florstadt gelegen ist. Südlich von dem sogenannten "alten Flugplatz" entstand 1962 dieser Privatflugplatz mit zwei Landebahnen. Ein Bau mit Flugleitung, Restaurant und Dachterrasse schlossen sich an. Der Verkehrslandeplatz gilt als nördliche Ausweichmöglichkeit für den Flughafen Rhein/Main und trägt die ICAO-Kennung "EDFB". Er beheimatet fünf Flugschulen, verschiedene Werften und ist für Flugzeuge und Hubschrauber bis 8.000 kg, Motorsegler, Ultraleichtflugzeuge, Luftschiffe und Ballone zugelassen.
Bis ins Jahr 2007 hatte der Verkehrslandeplatz eine 750m lange Asphaltbahn (Nord/Süd) und eine 400m lange Grasbahn (Ost/West). Im Norden bekam die Asphaltbahn im Dezember 2004 einen Sicherheitszuschlag von 375m (Schotterstrecke) um den EU-Vorschriften gerecht zu werden.
Im Frühjahr 2007 wurde aufgrund des dauerhaft guten Wetters in Rekordgeschwindigkeit 55 Meter östlich der alten Bahn eine neue Start- und Landebahn gebaut. Die alte Landebahn wurde zum Rollweg umfunktioniert und entsprechend verlängert. Die Grasbahn wurde auf eine Länge von 250 Metern verkürzt. Die neue Landebahn ist 1300 Meter lang, 23 Meter breit und seit 06. Juli 2007 in Betrieb. Die neue Piste ist für Nachtflugbetrieb ausgelegt und mit einer Präzisions-Gleitwegbefeuerung (PAPI) ausgestattet.
Viele Piloten fliegen Reichelsheim an, um zu tanken und eine Pause im "Cafe Metro" mit herrlichem Ausblick über den Flugplatz einzulegen. Egal ob Flugzeug, Hubschrauber, Ultraleichtflugzeug, auf dem Reichelsheimer Flugplatz werden viele Ausbildungsmöglichkeiten geboten. Lediglich Segelfliegen ist hier nicht zugelassen. Dazu steht aber der nicht weit entfernte Segelflugplatz Bad Nauheim/Ober-Mörlen zur Verfügung.

Blick von Süden auf den Flugplatz: Rechts die neue Start- und Landebahn, links davon die alte zum Rollweg umfunktionierte Bahn und ganz links das Vorfeld mit Hangars und Tower (Bild: Klaus-Peter Bahlk).

Ein Blick von Nordosten auf den Flugplatz Reichelsheim vor dem Bau der neuen Start- und Landebahn (2004). Durch den Fluß "Horloff" sind die Landebahnen und das eigentliche Flugplatzgelände voneinander getrennt. Die Nord- und Süd-Brücke stellen die Verbindung zwischen Landebahnen und Flugplatz her.

Die Grasbahn wird von Flugzeugen nur selten genutzt, sie dient viel mehr als "Spielwiese" für die Hubschrauber-Ausbildung.

Blick von Ober-Florstadt auf die Landebahn. Im Norden bekam die alte Piste im Dezember 2004 einen Sicherheitszuschlag von 375m (Schotterstrecke) um den EU-Vorschriften gerecht zu werden.

Die beiden Brücken über die Horloff verbinden Start- und Landebahnen mit dem Vorfeld und machen den Reichelsheimer Flugplatz zu etwas besonderem.

Der neue Tower im Vordergrund, rechts dahinter der alte Tower. Im ersten Stock befindet sich das "Cafe Metro" mit Blick aufs Vorfeld und die Landebahn.

Eine Piper Cheyenne III beim Start. Mit dem Rad kann man die Landebahn über einen Feldweg erreichen und kann so Starts und Landungen aus nächster Nähe erleben.
Der Tower
Das noch nicht ganz so alte Gebäude beinhaltet neben dem Tower, der von 07:00 bzw. 08:00 Uhr UTC bis Sonnenuntergang +30 Minuten besetzt ist und über die Flugfunk-Frequenz 120,425 MHz als "Reichelsheim Info" zu erreichen ist, auch zwei Fahrzeughallen.
Dort ist ein Flugfeldlöschfahrzeug (FLF2000, ähnlich einem Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF16) untergebracht, das vom Betreiber des Flugplatzes vorgehalten werden muss. Das Fahrzeug besitzt einen 1600 Liter fassenden Löschwassertank, hat einen Wasserwerfer auf dem Dach und kann während der Anfahrt schon Wasser abgeben. In Ernstfall wird dieses Fahrzeug zunächst durch Mitarbeiter des Flugplatzes besetzt, bis die örtliche Feuerwehr eintrifft. Die Mitarbeiter werden jährlich durch die Feuerwehr Reichelsheim im Umgang mit dem Fahrzeug geschult.
Christoph Hessen
Auf dem Flugplatz Reichelsheim stationiert ist der Intensivtransporthubschrauber "Christoph Hessen" (bis 28.04.2006 "Christoph Reichelsheim", davor "Rettung Reichelsheim 89/1"), welcher im Gegensatz zu vielen anderen (z.B. Christoph 2, FFM) nachtflugtauglich ist.
Am 09. August 2002 wurde der Rettungshubschrauber offiziell seiner Bestimmung übergeben. Christoph Hessen war damals der achte Hubschrauber des 1979 von Klaus Gehrmann gegründeten Unternehmen "Heli-Flight". Seit 1. Juli 2002 wird Christoph Hessen in der Primärrettung im Landkreis Marburg-Biedenkopf eingesetzt. Weiterhin wird der Helikopter als Hintergrundbereitschaft im Raum Hessen vorgehalten. Der Rettungshubschrauber des Typs "Eurocopter SA 365 Dauphin" übernimmt in ganz Hessen die Aufgaben des Sekundärtransportes, z.B. Patientenverlegung zwischen zwei Krankenhäusern. Ebenso kann er als Primärrettungsmittel eingesetzt werden, wenn z.B. der Frankfurter Rettungshubschrauber "Christoph 2" nicht verfügbar ist. Die medizinische Besatzung stellt die Johanniter Unfallhilfe.
Christoph Hessen hat ein maximales Abfluggewicht von 3.500 kg, eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 250 km/h, zwei Triebwerke zu je 720 PS, zugelassen und ausgerüstet für Nachtflugbetrieb. Die Grösse des Hubschraubers ist extrem vorteilhaft, so können schwierige medizinische Aufgaben (z.B. Reanimationen) während des Fluges durchgeführt werden, ohne dass der Hubschrauber landen muss.
Im März 2007 wurde ein neuer Hubschrauber in Dienst gestellt, ebenfalls vom Typ "Eurocopter SA 365 Dauphin". Die alte Maschine wird nun als Reserve vorgehalten. Beide Maschinen unterscheiden sich äußerlich kaum. Einfachstes Erkennungsmerkmal ist das einziehbare Fahrwerk des neuen "Christoph Hessen".

Im April 07 wurde ein neuer Christoph Hessen in Dienst gestellt (Kennzeichen: D-HFHE)

Die alte Maschine dient nun als Reserve-Hubschrauber (Kennzeichen: D-HAAK)
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Reichelsheim
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| Reichelsheim im Internet: www.AlexanderHitz.de |
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